Leib und Seele
Mittwoch, 7. März 2007
Bekenntnis
Ich wünschte, ich wäre Katholik. Dann müßte ich den Schwachsinn des Nihilismus nicht mehr ertragen müssen.

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Fakt ist:
Dass wir alle moderne Menschen sind, d. h. im Zeitstrom der Moderne stehen, ob bewußt oder unbewußt. Die Kirche erreicht uns sicher nicht - trotz der großen Präsenz des Papstes Benedikt XVI. Wir sind alle entwurzelt, bewußt oder unbewußt. Die Moderne stellt uns in eine Sphäre der Wertlosigkeit überall. Wenn die Kunst uns retten kann und soll, muß sie antimodern sein. Unsere Zukunft in künstlerischer Potenz, liegt eher in der Vergangenheit, in der die Wertlosigkeit noch nicht so "fortgeschritten" war. Dies ist unser Todesurteil: In der Warengesellschaft gleichzumachen den Wert Gottes mit dem Wert der Leberwurst. Das ist existentialistisch: Entscheidungen zu fällen über Wert und Unwert. Wir dürfen Gott nicht irgendeinem Wertsystem einordnen, Gott ist alles, was wir haben. Das ist sich nicht modern gedacht, sondern transmodern.

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Ach HERR, strafe mich nicht in deinem Zorn und züchtige mich nicht in deinem Grimm! HERR, sei mir gnädig, denn ich bin schwach; heile mich, HERR, denn meine Gebeine sind erschrocken und meine Seele ist sehr erschrocken. Ach du, HERR, wie lange!


Wende dich, HERR, und errette mich, hilf mir um deiner Güte willen!

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Alles
Lyrische geht zu Grunde an den Ecken und Kanten einer empfindungslosen Welt.

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Dienstag, 6. März 2007
Architektur
Das zweit(!)schönste Gebäude im Ruhrgebiet: Haus der Technik in Esssen:


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Wie man irre wird:

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Good morning
Nichts wird so heiß gegessen, wie es gekocht wird, sagt man. Meine Emotionalität muß milder werden. Konzentrierter auf das Eigentliche: in Bildern leben, nicht soviel Politik. Die verdirbt nur. Ich werde an mir und an den Bildern arbeiten.

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Montag, 5. März 2007
Mein Notizheft

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Daily Soap II
Was hier in zunehmenden Maße vonstatten geht, ist eine Revolte, eine Revolte gegen den Status quo. Wir kleiden uns in Schwarzhemden, wer's wissen will. Wir sind verfassungswidrig, weil die herrschende Klasse verfassungsbrüchig schon längst geworden ist. Dies ist ein Aufstand aus den Wurzeln der Kunst und das ist das Leben, das erfüllte Leben. Dieser Frühling geht nicht in Flammen auf, aber in Bildern. Wir gehen mit Gedichten auf die Barrikade, wir schreien den Reim den Herrschenden ins Gesicht: Herz / Schmerz.

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Daily Soap
Ein klarer Himmel, ein schöner Tag, der Vorfrühling. Und doch ist das gesellschaftliche Leben in Deutschland an einem Ende angelangt: die Medien - verrückt - Hartz IV - verrückt - die Gesundheitspolitik - ausbeuterisch - die Politik - verrufen. Reden wir lieber von Poesie, begehen wir den Tag poetisch, dichten wir unser Leben... "Unter dem Pflaster der Strand" (Pariser Mai 68). Leben wir poetisch, leben wir poetisch in der Revolte. Schröder, Merkel, diese Gräber der Kunst, durchatmen, aufatmen, und aufrecht gehen, durch Parks und Chausseen, die Leichtigkeit leben und ein Pflasterstein hinterrücks.Nieder mit dem Reglement. Krokusse.

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Letzte Aktualisierung: 2012.03.01, 05:08
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